Handweichenüberwachungsmelder

Problemstellung

Aufgefahrene oder nicht ganz umgestellte Handweichen sind im Rangierbetrieb keine Seltenheit und stellen für den Betrieb immer ein mehr oder weniger großes Ärgernis dar. Neben der Gefahr der Beschädigung der Weichenzungen und  der Verschlußeinrichtung, verursacht eine Weiche, die nicht in Endlage ist, in den meisten Fällen eine Entgleisung bei der nächsten Fahrt in spitzer Richtung. Allein schon die Betriebsunterbrechung durch eine Entgleisung kostet eine Menge Geld, dazu kommen typischerweise Bergungs- und Materialkosten. Mithilfe des Handweichenüberwachungsmelders (HWAM) ist es nun möglich, diese Entgleisungen zu vermeiden und Folgekosten zu verhindern. Hierbei wird das Gleisbeobachtungssystem mit seinen besonderen Eigenschaften um einem Endlagemelder an den Weichenzungen erweitert.

Funktionsweise

Die Einrichtung besteht aus zwei Komponenten am Gleis: Dem Endlagenprüfer und ein Schienenmodul. Über den WEB-GBS-Dienst des Gleisbeobachtungssystems wird die Weichenlage prompt und exakt gemeldet und auf der Weboberfläche dargestellt. Im Störfall kann an einen bestimmten Empfängerkreis eine E-Mail-Benachrichtigung versendet werden. So wird es möglich, sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten und weitere Schäden zu verhindern.